Aktuelle Mitteilungen des Landesfischereiverbandes MV e.V.

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen aktuellste Informationen und Mitteilungen des Landesfischereiverbandes MV e.V. geben, sowie in komprimierter Form aktuelle Hinweise, Hintergrundberichte oder Pressemitteilungen veröffentlichen.



PM LAV LSFV DAFV: Angler Pro Dorsch 2020 - Laichschonzeit: Ja! verschärftes Baglimit: Nein!

Der Dorsch braucht Hilfe. In der Ostsee ist der Bestand rückläufig. Die Europäische Union berät im Oktober über Maßnahmen, die aus Sicht der Angler und auch vieler Wissenschaftler zum Teil nicht zielführend sind. Die beiden großen Anglerverbände an der Ostsee, der Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. (LAV MV) und der Landessportfischerverband Schleswig-Holstein e.V. (LSFV SH) unterstützt vom Deutschen Angelfischerverband e.V. (DAFV), fordern einen Eingriff, der wirklich dazu dient, den Dorschbestand zu stabilisieren - ohne Angler und Angeltourismus übermäßig einzuschränken.

Wir fordern:

Keine Verschärfung des Tagesfanglimits  

Eine komplette Schonzeit in der Laichzeit Februar und März

Eine Erhöhung des Mindestschonmaßes

Kein überzogenes Baglimit

Die Realität zeigt, dass bereits das 2016 eingeführte Baglimit von 5, 2019 von 7 Dorschen bislang bei Angeltouren nahezu nicht ausgeschöpft werden kann. Zudem wird die hochgerechnete Fangmenge, die dem Dorsch-Baglimit zugrunde liegen soll, nicht wie die fischereiliche Quote, bei der man von „abfischen“ spricht, tatsächlich „abgeangelt“. Dies ist nicht möglich, wird von Wetterverhältnissen, Zahl der Angler, die tatsächlich auf Dorsch angeln und anderen Faktoren stark beeinflusst. Insofern bringt diese Reglementierung fischbiologisch keinen Gewinn.

Kein Dorschfang während Laichzeit

Die Anglerinnen und Angler begründen gemeinsam die Einführung der Schonzeit für den Dorsch in seiner Laichzeit Februar und März als sinnvolle Maßnahme zum Schutz des Fisches. Ausnahmeregelungen sind nicht zielführend, denn die Schonzeit ermöglicht, dass die Tiere in Ruhe laichen können, also nicht gestört oder gar gefangen werden.

Höheres Mindestmaß zum Schutz

Das derzeitig aktuelle Fangmindestmaß von 35 cm soll für die Angelfischerei heraufgesetzt werden. Nur so können die Dorsche wenigstens einmal gelaicht haben, bevor sie angelandet werden dürfen. Dies erscheint als schmerzhafter Aktionismus. Ausgetragen auf dem Rücken derer, die wahrscheinlich die geringste Schuld an der „Dorschkrise“ tragen. Daher sprechen sich die Anglerinnen und Angler klar gegen eine Absenkung des Tagesfanglimits aus.

LAV MV, LSFV SH, DAFV; Görslow/ Kiel/ Berlin, den 30.09.2019