Aktuelle Mitteilungen des Landesfischereiverbandes MV e.V.

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen aktuellste Informationen und Mitteilungen des Landesfischereiverbandes MV e.V. geben, sowie in komprimierter Form aktuelle Hinweise, Hintergrundberichte oder Pressemitteilungen veröffentlichen.



Kormoranproblematik - Abordnung der Europäischen Kommission -Generaldirektion Umwelt- nach M-V eingeladen

Über die Kormoranproblematik in Mecklenburg-Vorpommern wurde bereits mehrfach und ausführlich berichtet. Die Faktenlage ist mehr als eindeutig. Der Kormoranbestand liegt laut aktuellem Kormoranbericht von 2017 mit 13.753 Brutpaaren (60% des deutschen Kormoran-Brutbestandes) fast um den Faktor 10 über dem zur Erhaltung notwenigen. Auch seit Jahren bekannt und wissenschaftlich belegt ist, dass Kormorane die Fischbestände in den  Binnengewässern und an der Küste massiv schädigen. Es wurde viel darüber diskutiert und gestritten wie man der Lage Herr werden kann, doch passiert ist bislang nichts.

Die Europäische Kommission wird sich nicht um das Mikromanagement in Mecklenburg-Vorpommern kümmern, dafür ist das Land zuständig und das ist gut so. Es muss gehandelt werden.

Laut Kormoranbericht 2017 wurden auf Grundlage der Kormoranverordnung MV gerade 19! Kormorane geschossen. So lange die Bejagung von Kormoranen zur Abwendung wirtschaftlicher Schäden zugelassen (Art.1 der Kormoran-VO MV), aber Naturschutzgebiete und Nationalparks davon ausgenommen sind (Art.2 der Kormoran-VO), drehen wir uns im Kreis, denn die überwiegende Zahl der Brutgebiete des Kormorans in unserem Land befindet sich in Schutzgebieten.

Nun habe ich eine hochrangige Delegation der Europäischen Kommission aus der zuständigen Generaldirektion Umwelt vom 15. Bis 16.05.2019 nach MV eingeladen. Gemeinsam mit dem Landesanglerverband und dem Landesfischereiverband soll einerseits das Ausmaß der Bestände und der damit verbundenen der Schäden - auch an der Flora zu besichtigt werden und andererseits eine klare Stellungnahme der Kommission und ihrer Handlungsmöglichkeit eingeholt werden.

Werner Kuhn, Abgeordneter im EU-Parlament, 10.5.2019