Aktuelle Mitteilungen des Landesfischereiverbandes MV e.V.

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Ostseefischer starten erfolgreich in die neue Saison

Am Samstag starteten die ersten deutschen Ostseefischer in die neue Heringssaison. Bereits die Herbstfischerei war erfolgreich verlaufen. Im November und Dezember wurden insgesamt über 1.100 Tonnen Hering von verschiedenen Tuckpartien (2 Kutter im Gespann) aus Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein beim Fischverarbeitungswerk Euro-Baltic in Sassnitz/Mukran angelandet.

Wie bereits in den vergangenen Jahren hatten die Herbstheringe eine hervorragende Qualität. Der nahtlose Übergang in die Frühjahrssaison wurde durch die stürmische Wetterlage in der ersten Januarwoche verhindert. Aber bereits am Freitag, den 4. Januar, lieferte eine dänische Tuckpartie die ersten 165 Tonnen Ostseehering bei Euro-Baltic an.

Am Samstag begann daraufhin eine deutsche Tuckpartie mit der Heringsfischerei und lieferte am Sonntag den ersten Fang des Jahres, 67 Tonnen Hering, beim Fischverarbeitungswerk an. Heute kamen die beiden Schiffe aus Sassnitz mit 62 Tonnen wieder.

Im Sassnitzer Fischerverarbeitungswerk rechnet man jetzt damit, dass nach und nach die anderen Tuckpartien ebenfalls in die Schleppnetzfischerei auf Hering einsteigen werden. Da die Quote für dieses Jahr um 48 Prozent gesenkt wurde, ist davon auszugehen, dass die Frühjahrsheringssaison der Schleppnetzfischer bereits Mitte/Ende Februar zu Ende gehen könnte. Voraussetzung ist natürlich, dass das Wetter eine Fischerei zulässt.

Wenn die Ostsee eisfrei bleibt, dann werden wohl auch die Stellnetzfischer bereits Anfang Februar mit der Versuchsfischerei auf Hering beginnen. Dabei ist es für die Betriebe wichtig, dass genügend Heringe laichreif sind, denn die Stellnetzfischerei bekommt dafür einen besseren Preis. Der Rogen wird separat gewonnen und lässt sich gut im asiatischen Raum vermarkten.


Im Jahr 2019 müssen die Ostseefischer den Hering zunächst ohne das MSC-Zertifikat vermarkten. Die Fischer und auch das Fischwerk Euro-Baltic hoffen nun darauf, dass der ICES die Arbeiten zum Regime Shift in der Ostsee, an denen das Thünen Institut für Ostseeforschung beteiligt ist, zur Kenntnis nimmt. Daraus geht hervor, dass sich die ökologischen Verhältnisse in der Ostsee so verändert haben, dass eine Neuberechnung der Referenzwerte erforderlich ist. Dann könnten die Ostseefischer im besten Fall das Siegel wieder zurück erlangen und evtl. sogar die Frühjahrsheringssaison rückwirkend zertifizieren lassen.

 

Kontakt: Claus Ubl 0176– 832 10 604

PM Deutscher Fischerei-Verband e.V., Hamburg, 7.1.2019