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Jahresfischereitagung und Jahreshauptversammlung des LV der Binnenfischer Mecklenburg-Vorpommern
Andreas Schlüter, Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Naturschutz des LFV M-V e.V.
Zum diesjährigen Binnenfischereitag am 14.03.2011 hatte sich neben den Mitgliedern des Landesverbandes der Binnenfischer M-V e.V. eine große Zahl von Gästen aus dem Landwirtschaftsministerium, dessen nachgeordneten Ämtern, Institutionen, befreundeten Verbänden sowie Vertreter von Presse, Funk und Fernsehen in der Viehhalle in Güstrow eingefunden.
Die im Referat des Präsidenten des LVBi M-V e.V., Herrn Ulrich Paetsch, angesprochenen Themen zeigten das gesamte Spektrum der Probleme, die die Binnenfischer zur Zeit haben.
Neben klimatischen Kapriolen gab es viele negative Einwirkungen auf die Binnenfischereibetriebe, die ihnen das Leben schwer machten.
Die Einflüsse durch die europäische Regulierungswut im Hinblick auf den verstärkten Schutz verschiedener Tierarten (Aal, Kormoran, Fischotter etc.), die immer weiter ausufernden FFH-Management-Pläne und die in nächster Zeit deutlich zahlreicher ausgewiesenen Vogelschutzgebiete mit ihren Einschränkungen machen den Fischern die Arbeit auch im Binnenland nicht leichter.
Der Landwirtschaftsminister Dr. Backhaus hob in seinem Grußwort hervor, dass die Naturkatastrophen in Japan besonders deutlich gezeigt hätten, wie wichtig die Konzentration der Lebensmittelproduzenten auf regionale Märkte unter Beachtung der naturschutzrechtlichen Belange ist.
Er sieht die Aquakultur in unserem Bundesland als zukunftsweisende Technologie mit starkem Entwicklungspotenzial an. Dafür müssten aber ausreichende Forschungskapazitäten bereit gestellt werden.
Die Gastredner hoben hervor, dass es Hauptaufgabe sein müsse, die Fischerei in unserem Bundesland als Identifikationsbranche zu erhalten.
Unmut wurde über die Situation im Hinblick auf die noch von der BVVG verwalteten Gewässer ausgedrückt. Nach der Wende seien alle diese Seen kostenlos an den Bund übergeben worden, jetzt soll für die Rückübertragung viel Geld gezahlt werden. Das könne nicht sein.
Die Fachvorträge befassten sich zum einen mit der Aquakultur des Ostseeschnäpels, mit dem Aalmonitoringprogramm und den rechtlichen Anforderungen bei Fischtransporten.
Bei der Schnäpelproduktion sind gute Erfolge bei der Testproduktion zu verzeichnen.
Das Aalmonitoring brachte unterschiedliche Ergebnisse. Es liegen sowohl kontinentale als auch ozeanische Ursachen für den Rückgang der Aalwanderungen vor. Erstaunlich war ebenfalls, dass die Hauptwanderungen der letzten drei Jahre immer zu unterschiedlichen Zeiten erfolgt sind. Außerdem verfestigte sich die Tatsache, dass ein Teil der zuwandernden Jungaale nicht in die Binnengewässer weiterwandert, sondern lebenslang im Salzwasser bleibt.
Der Vortrag über die rechtlichen Anforderungen an den Fischtransport verdeutlichte eindrucksvoll, wie viele Rechtsvorschriften seitens der EU, des Bundes und des Landes dabei zu beachten sind.
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